Gleich neben Karies gilt Parodontitis als die zweitverbreiteste Erkrankung der Mundhöhle – eine entzündliche Krankheit welche den Zahnfleischsaum befällt. Wie gross ist Ihrer Erfahrung gemäss der Prozentanteil an der von dieser Erkrankung betroffenen Bevölkerung?

Gleich neben Karies steht Parodontitis als die zweitverbreiteste Erkrankung der Mundhöhle – eine entzündliche Krankheit welche den Zahnfleischsaum befällt. Nach dem 40. Lebensjahr wird die Parodontitis zum häufigsten Faktor welcher Zahnverlust zur Folge hat. Ihre Rolle spielen dabei auch Zahnfüllungen aus geringwertigen Substanzen zubereitet, zwecks Kostensenkung aus Ersatzmetall gefertigten Prothetikarbeiten, unpassend verwendeten Mundpflegemittel sowie auch die fehlerhafte Technik der Zahnreinigung in sich. Es kommt vielfach vor, dass der Zahnarzt entweder die Parodontose überhaupt nicht diagnostiziert oder den Symptomen keine Aufmerksamkeit zuschreibt bis der Patient eines Tages mi teinem wackeligen Zahn aufwacht.

Untersuchen wir junge Menschen um ihren 18. Lebensjahr, stellen wir bei bis 90 Prozent von ihnen eine Form von Entzündung fest. Es handelt sich hauptsächlich um Entzündungen des marginalen Zahnfleischbereichs als Gingivitis bekannt. Diese kann im Bereich sämtlicher Zähne oder aber bei einigen davon anwesend sein. Bei Erkrankungen dieser Art welche unbehandelt weiterbestehen kommt es zur Zerstörung anderer Gewebearten um den Zahn auch als Zahnhalteapparat bekannt d.h. Wurzelhaut, Knochen. So ein unbehandelter Vorgang führt oft zu einem schnellen Zahnverlust. Glücklicherweise kommen diese aggressiven Formen der Entzündung nicht mässig vor. Die chronische Form der Erkrankung hat weitgehend die Oberhand bei welcher der Zahnverlust beim Patienten erst nach längerer Wirkung der Erkrankung sich einstellt, manchmal handelt es sich um Jahrzente. Die frühen Phasen der Erkrankung wirken sich beim Patienten kaum auffallend vor, er spürt kein Schmerz, die gelegentliche Blutung wird auf Vitaminmangel zurückgeführt eventuell auch

eine Viruserkrangung oder Erschöpfung usw. Der Patient hält es nicht für erforderlich den Zahnarzt zu besuchen.