„Schwangerschaft – jedes Kind ein Zahn“ heisst es in der Volksweisheit die wir von unseren Grossmüttern zu hören pflegten. Diese Redensart sollte eigentlich die Tatsache widerspiegeln, dass die Schwangerschaftszeit ein erhöhtes Vorkommen von Zahnproblemen mit sich bringt. Unter den Menschen machen die Runde manche Gerüchte

wie z.B. jedes wonach in anderen Umständen der Fetus in der Gebärmutter Kalk den Zähnen der Mutter entnimmt und dadurch Zahnfäulnis herbeiführt. „Dies muss ganz resolut als falsch bezeichnet werden. Während der Schwangerschaft nimmt zwar der Organismus die Mutter vielmehr in 59Anspruch wo es um eine höhere Zufuhr von Kalk geht und es ist erforderlich, dass die Frau darauf achtet, aber es ist kaum möglich, dass der Fetus die erforderliche Kalkmenge für seinen Bedarf den Zähnen der schwangeren Frau entnimmt“ erklärt MDDr Viktor Kolařík, der Zahnarzt an der EliteDental Klinik. Dennoch begegnen sogar heute die Ärzte wiederholt Frauen derer Zahnzustand während ihrer Schwangerschaft markante Beeinträchtigung aufwies.

Das kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden. Frauen in anderen Umständen, insbesondere in der frühen Phase der Schwangerschaft leiden unter Brechreiz welcher einen höheren Wert der Magensäure im Mund zur Folge hat. Dieser Zustand wirkt sich ungünstig auf der Dichtigkeit und Beständigkeit des Zahnschmelzes ein welcher dann kariesempfänglich wird“ erläutert der Zahnart.

Bauchbeschwerden und übermässiger Reizmagen, extreme Empfindlichkeit für Aroma und Zahnpastageschmack – Umstände die als Ursache sein dürfen dass eine werdende Mutter davon abgewiesen wird eine sorgfältige Mundpflege wie erforderlich durchzuführen was sich selbstverständlich auch am Gesundheitszustand ihrer Zähne zeigt.

Kariesempfänglichkeit bei einer Gruppe Frauen wird ferner von sogenanntem Heisshunger in der Schwangerschaft angeregt. Zuckermengen in Süssigkeiten und Obstsäuren als Bestandsteil nicht nur von Früchten sondern auch mancher Süssswaren erhöhen die Veranlagung für Zahnkariesbefall. Die positive Nachricht in dieser Umsicht ist, dass Magenbeschwerden und Heisshunger gewöhnlich nach dem ersten Trimester langsam verklingen. Die Frauen dürfen dann ihre übliche Mundpflege und ein vernüftig ausbalanciertes Tagesmenü wiederaufnehmen. Unter den anderen Ursachen für einen verschlechterten Zustand der Mundhöhle finden wir auch das schwankende Hormonengleichgewicht welches zu einer erhöhten Neigung zu Zahnfleischbluten führen darf.

Soll der Fall eintreten dass die schwangere Frau ihre blutendes Zahnfleisch merkt, dann sollte die harte Zahnbürste durch eine weichere ersetzt werden. Zugleich ist es empfehlenswert einen Besuch beim Zahnarzt einzuplanen welcher den Zustand überprüft und eventuell eine Mundhygienebehandlung empfielt“ – solcher ist der Rat des Zahnarztes.

Der Entbindung folgend setzt spontan bei der Mehrheit von Frauen eine Besserung des Zahnfleischzustandes ein und alles kehrt zur Normalität zurück. Besteht die Zahnfleischblutung weiter dann zeigt sich als erforderlich den Zahnarzt zu Besuchen und die Lösung des Problems vorzunehmen.